Frank Geisler spricht auf dem SQL Saturday 411 in Cambridge

Am vergangenen Wochenende, am 12.09.2015, hat Frank Geisler auf dem SQL Saturday #411 in Cambridge, UK zwei Vorträge gehalten.

Der erste Vortrag beschäftigte sich mit dem Thema SQL Code mit tSQLt testen. Baut man Datenbankanwendungen mit dem SQL Server auf und fügt man viel Logik mittels Stored Procedures oder Stored Functions in die Datenbank ein, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass man beim Erstellen dieser Funktionalitäten logische Fehler macht relativ hoch. Im Gegensatz zu syntaktischen Fehlern können logische Fehler nicht vom SQL Server entdeckt werden und die Business Logik im SQL Server “rechnet einfach falsch”. Ein probates Mittel um solche logischen Fehler zu entdecken stellen Unit-Tests dar, die schon sehr lange zum Repertoir von Hochsprachen-Entwicklern (wie beispielsweise C#) gehören. Möchte man einen Unit-Test in einer Datenbank schreiben ist dies etwas schwieriger als in einer herkömmlichen Anwendung, da neben der eigentlichen Funktionalität auch die Daten betrachtet werden müssen auf denen die Funktionalität fußt. In seinem Vortrag ist Frank Geisler darauf eingegangen wie man mit tSQLt Unit-Tests in T-SQL schreibt. Neben dem kostenlosen Framework, das hier heruntergeladen werden kann wurde auch die kostenpflichtige GUI SQL Test von Red Gate vorgestellt.

Der zweite Vortrag beschäftigte sich mit einer Einführung in Datazen (inzwischen) von Microsoft. Neben der Vorstellung was man genau mit Datazen machen kann und für welche Plattformen Datazen erhältlich ist hat Frank Geisler gezeigt wie einfach es ist einen Datazen Server zu installieren und wie man mit dem Datazen Publisher auf einem Touch-Device Dashboards erstellen kann. Zusätzlich wurde auch die Architektur von Datazen vorgestellt.

Der SQL Saturday in Cambridge war der erste SQL Saturday außerhalb von Deutschland an dem ich teilgenommen habe und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat. Die Organisation des SQL Saturdays vor Ort hat mir sehr gut gefallen. Das Speaker Dinner wurde in einem der Colleges abgehalten was sicherlich ein sehr spezieller Rahmen ist, zu dem man nicht jeden Tag eingeladen wird. Am Veranstaltungstag selbst war für alles gesorgt und was mir auch sehr gut gefallen hat ist, dass die überzähligen Lunch-Bags vom Mittagessen einem Obdachlosenheim gestiftet wurden. Als spezielles Event nach dem SQL Saturday gab es “Punting“, d.h. man fährt mit einem Boot das mit einer Stange vom Boden abgestoßen wird über den River Cam und kann die Colleges bewundern die am Ufer gebaut wurden. Cambridge selbst ist eine zauberhafte Stadt mit einer sehr schönen Atmosphäre (durch die zahlreichen Colleges) und auf jeden Fall eine Reise wert, auch wenn nicht gerade SQL Saturday ist. Wenn es im nächsten Jahr wieder einen SQL Saturday in Cambridge gibt werde ich dort auf jeden Fall auch wieder Vorträge einreichen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: